Die Hauptschule Obertrum am See wird NEUE MITTELSCHULE. Was ist NEU an der NMS?
Seit September 2012 ist die NMS Regelschule in Österreich. Für die HS Obertrum bedeutet dies:
Umstieg zur NMS beginnend mit dem Schuljahr 2013/14
Aufsteigend mit den 1. Klassen
Nähere Informationen zur Stundentafel der NMS und zum Pädagogischen Konzept finden Sie in unserer Übersicht weiter unten.
Pädagogisches Konzept und Stundentafel
Stundentafel der Neuen Mittelschule Obertrum - ab dem Schuljahr 2013/14
Fach
1. Klasse
2. Klasse
3. Klasse
4. Klasse
Gesamt
Religion
2
2
2
2
8
Deutsch
4
4
4
4
16
Englisch
4
4
4
4
16
GSPB
-
2
1
2
5
GW
2
2
1
2
7
M
4
4
4
4
16
BU
2
1
2
2
7
CH
-
-
-
2
2
PH
1
1
1
1
4
ME
2
2
1
-
5
BE
2
2
2
1
7
TEW u. TXW
2
2
2
1
7
EH
-
-
1
1
2
BSP
3
3
3
3
12
INF
1
1
1
-
3
Ökologie u. Lebenskunde
-
-
1
1
2
Verbindliche Übung
BO
-
-
integrativ
1
1
Gesamt
29
30
30
31
120
Freigegenstand
INF
-
-
-
1
1
UÜ
Soziales Lernen
1
1
1
1
4
Aufgrund der Gegebenheiten haben sich sowohl das Kollegium als auch die Schulleitung für keinen der vom bmukk vorgeschlagenen Schwerpunktsetzungen ausgesprochen. Der "Schwerpunkt" (ohne Wahlpflichtfächer) an der NMS Obertrum heißt
Ökologie und Lebenskunde.
Ökologie und Lebenskunde sind Bereiche, die an Bedeutung im täglichen Leben des Schülers / der Schülerin gewinnen. Das Kollegium und die Schulleitung der NMS Obertrum verstehen den Begriff "Ökologie" nicht nur als Teildisziplin der Biologie. Ökologie beschreibt auch das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt, u. a. auch die Handlungsweisen, die dem Umweltschutz oder einem nachhaltigen Wirtschaften dienen.
Lebenskunde: Jedes Fach ist Lebenskunde. Wir wollen "Lebenskunde" im persönlichen und sozialen Bereich vermitteln. Der Schwerpunkt liegt im Erarbeiten von Werthaltungen, Einsichten und Entscheidungsgrundlagen in den Bereichen Persönlichkeit und Gemeinschaft, Beruf und Wirtschaft.
Die Gemeinde Obertrum ist Mitglied im Regionalverband Salzburger Seenland und damit auch eingebunden in der „Lernenden Region“. Unter dem Motto „Leben.Energie.Bildung“ wird schwerpunktmäßig folgendes thematisiert: Umweltbildung, Lebensqualität, Energie und Ressourcen. Da die NMS Obertrum Teil dieser Gemeinschaft ist, kann und will sie das Netzwerk für die Vermittlung der Inhalte in Ökologie und Lebenskunde nutzen.
Ein erster Schritt wurde bereits in diesem Schuljahr gemacht. Eine Photovoltaikanlage wird auf dem Dach der Hauptschule installiert. Die SchülerInnen werden durch ein Förderkonzept mit dieser Art der Energiegewinnung vertraut gemacht, das Konzept wird auch in der NMS umgesetzt werden.
Die biologische Landwirtschaft hat in Obertrum bereits Tradition. Das Wissen um nachhaltige Bewirtschaftung und Erhaltung einer intakten Umwelt soll auch im Unterrichtsgegenstand „Ökologie und Lebenskunde“ vermittelt werden.
Die oben angeführte Stundentafel ist Spiegel der von uns als wichtig erachteten guten Allgemeinbildung, neben der Vermittlung der Werte im neu geschaffenen UG „Ökologie und Lebenskunde“.
Mit folgenden Maßnahmen soll dies umgesetzt werden:
„ÖKOLOGIE UND LEBENSKUNDE“ wird in der 5. und 6. Schulstufe als Unterrichtsprinzip
verankert.
In einer zu bestimmenden Kalenderwoche ist eine Projektwoche geplant. Das Thema,
welches zu Schulbeginn vom Kollegium gewählt wurde, wird in dieser Woche aus
unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und bearbeitet; Lehrausgänge, ev.
Betriebsbesichtigungen tragen zur Wissenserweiterung bei. Am Ende der Woche werden
die Ergebnisse präsentiert und u.a. auf der Website der Schule veröffentlicht.
Ab der 7. Schulstufe ist „ÖKOLOGIE UND LEBENSKUNDE“ ein eigener Unterrichtsgegenstand – ausgewiesen in der Stundentafel mit 1 Stunde pro Schulstufe.
Fächerübergreifend kommen die Inhalte des Pflichtgegenstandes
„Ökologie und Lebenskunde“ aus den Fächern Physik, Biologie, Geografie, Geschichte
und betreffen auch Themen des Sozialen Lernens.
„Informatik“ wird bis zur 7. Schulstufe als Pflichtgegenstand beibehalten.
Die Schülerinnen sollen während dieser drei Jahre das 10-Finger-System, aber auch die
Grundlagen der verschiedenen PC-Programme beherrschen. In der 8. Schulstufe wird „Informatik“ als Freigegenstand angeboten. SchülerInnen, die den ECDL-Führerschein machen wollen, (die Schule ist Testcenter) soll die Möglichkeit geboten werden.
Berufsorientierung: Als Verbindliche Übung in der 8. Schulstufe soll dieser Unterrichtsgegenstand den SchülerInnen helfen, den geeigneten Beruf, bzw. die geeignete Schule zu finden.
Berufspraktische Woche: Die Abhaltung dieser Woche soll besonders jenen SchülerInnen
bei der Berufswahl helfen, die noch keine klare Vorstellung vom Berufsleben haben.
Die "Standortspezifische Entwicklungsarbeit" soll merkbar differenzieren und individualisieren. Maßnahmen dazu sind:
COOL (Cooperatives Offenes Lernen) COOL ist bereits seit 4 Jahren Bestandteil des Unterrichts und Unterrichtens. Das
eigenverantwortliche Arbeiten in dieser offenen Lernsituation befähigt die SchülerInnen, nach ihrem eigenen Tempo zu lernen. Arbeitspläne können auch über mehrere Unterrichtsstunden (-wochen) gegeben werden.
Portfolio-Arbeit: Umsetzung beginnend ab der 7. Schulstufe
Dieses Unterrichtskonzept ist durch folgende Prinzipien gekennzeichnet:
- Zielorientierung
- Partizipation
- Selbstbestimmung
- Selbstreflexion und –beurteilung
- Gleichgewichtung von Produkt- und Prozessorientierung
Diese Prinzipien lassen sich nur in einem Unterricht mit regelmäßigen offenen Lernformen (siehe COOL) realisieren. Sie werden ganz besonders den Bedingungen heterogen zusammengesetzter Klassen gerecht, sind daher für NMS Klassen besonders geeignet
Lernwerkstatt: Für SchülerInnen, die ihr Basiswissen festigen wollen, und für jene, die sich noch besser auf die weiterführende Schule vorbereiten wollen. Durchführung auf Förderkursbasis.
Soziales Lernen als Unverbindliche Übung: Es soll möglich sein, auch in der NMS für alle Stammklassen diese UÜ anzubieten.